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Häufige Fragen

Was ist Kieferorthopädie?

Kieferorthopädie ist eine Disziplin der Zahnheilkunde. Sie befasst sich mit der Verhütung, Erkennung und Behandlung von Fehlstellungen der Kiefer und Zähne. Je nach Alter und Diagnose werden Behandlungstechniken und Hilfsmittel eingesetzt.
Dabei wollen wir mit unserer ganzheitlichen Methode möglichst umfassend, aber auch möglichst sanft eingreifen und Fehlentwicklungen nachhaltig korrigieren. Es geht nicht nur um schönes Aussehen, sondern um die Vermeidung und Linderung von Beschwerden an Zähnen, Kiefergelenk und darüber hinaus.
Wann ist eine kieferorthopädische Behandlung erfolgreich?

Ein Behandlungserfolg ist dann umso nachhaltiger, wenn die Therapie möglichst früh beginnt (siehe Frühbehandlung).Wie das Ergebnis der Behandlung aussieht, entscheidet in erster Linie der Patient. Auch die modernsten und besten Geräte zur Zahn- und Kieferkorrektur funktionieren nur, wenn sie getragen werden, wenn eine sehr gute Mundhygiene stattfindet, wenn der Patient seine Termine wahrnimmt und unsere Anweisungen stetig umgesetzt werden.
Dann allerdings ist ein nachhaltiger Erfolg zu erreichen.
Wie lange wird Kieferorthopädie von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlt?

Eine rein kieferorthopädische Behandlung wird bis zum 18. Lebensjahr von den gesetzlichen Krankenkassen getragen, wenn bestimmte Vorraussetzungen erfüllt sind. Diese sind unter anderem der Kreuzbiss, Engstand über 3 mm oder eine Stufe zwischen Oberkiefer und Unterkiefer über 6 mm. Die Kassenzuschüsse sind aber begrenzt auf bestimmte Materialien und Behandlungen. Abhängig von Ihren Wünschen können Zusatzkosten anfallen.
Ab dem 18. Lebensjahr werden die Behandlungskosten von den gesetzlichen Krankenkassen nur noch gezahlt, wenn Beschwerden zusätzlich eine kieferchirurgische Therapie erfordern und auch dann nur teilweise.
Was bedeutet Retention?

Retention bedeutet „(Zahn-)Erhaltung“. Wie im übrigen Körper sind auch der Kiefer und die Zähne im ständigen Wandel. Im Verlauf der Jahre bekommen die Unterkieferfrontzähne die meiste Kraft ab. Damit das Behandlungsergebnis möglichst lange erhalten bleibt, wird nach der aktiven Behandlung eine Stabilisierungsphase angeschlossen. Die Stabilisierung kann durch herausnehmbare Haltespangen oder durch Retainer erfolgen.
Was ist eine Haltespange?

Eine Haltespange kommt am Ende der Zahnkorrektur (also nach der eigentlichen kieferorthopädischen Behandlung) zum Einsatz. Die Haltespange ist herausnehmbar. Sie dient der Stabilisierung des Behandlungsergebnisses.
Was ist ein Retainer?

Ein Retainer ist ein Drahtstück, das meist auf der Innenseite der Unterkieferfrontzähne angebracht wird. Während die Haltespange schrittweise abgesetzt wird, verbleibt der Retainer als ständige Stabilisierung an den Unterkieferfrontzähnen.
Was ist die „richtige“ Mundhygiene/Zahnpflege?

Prinzipiell sollten nach jeder Mahlzeit Zähne, Zahnfleisch, Zunge und Zahnspange gereinigt werden. Neben Zahnbürste und Zahnpasta sind Zahnseide, Superfloss, Interdentalbürstchen und evtl. elektrische Zahnbürsten nötig.
Am Abend sollte eine Mundspüllösung verwendet werden, um die Bakterienzahl zu reduzieren. Kinder sollten Mundspüllösungen erst benutzen, wenn sie sie nicht mehr herunter schlucken.
Einmal wöchentlich kann zur zusätzlichen Fluoridierung und zum Schutz der Zähne spezielle Zahngelees verwendet werden.
Mindestens zweimal jährlich sollte bei den Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden.
Muss das Essverhalten mit einer festen Zahnspange ändern?

Harte und klebrige Nahrungsmittel können die Spange schädigen bzw. die Brackets lösen. Daher sollte in der Zeit, in der sich eine feste Spange im Mund befindet, darauf verzichtet werden. Harte Nahrungsmittel sollten klein geschnitten verzehrt werden.
Was tun, wenn die Spange drückt?

Zahnfleisch und Zunge müssen sich erst an die Zahnspange gewöhnen. Das gilt insbesondere für feste Zahnspangen oder Brackets. Dabei kann es zu Druckstellen kommen. Sie erhalten von uns mit der Spange Hilfsmittel und Hinweise, wie Druckstellen vermieden werden können. Sollte Sie oder Ihr Kind dennoch etwas stören, wenden Sie sich bitte kurzfristig an uns.
Kann Kieferorthopädie bei schnarchen helfen?

Schnarchen ist nicht gleich schnarchen. Gefährlich wird es, wenn während des Schlafens die Atemwege verengt oder durch die Weichteile verschlossen werden und dadurch ein Atemstillstand ausgelöst wird. Diesen Vorgang bezeichnet mal als obstruktive Schlafapnoe (OSA). Untersucht wird dies in der Regel in einem Schlaflabor.
Durch eine anschließende kieferorthopädische Behandlung kann Abhilfe geschaffen werden: Dafür wird der Unterkiefer vorverlagert. Dadurch werden die Atemwege weiter geöffnet, so dass ein freieres Atmen möglich wird.